Moderne Technik spart Stromkosten in Magdeburg
Moderne Technik spart Stromkosten in Magdeburg

14.12.2011 - Straßenlampen werden jetzt gedimmt. - Moderne Technik spart Stromkosten und senkt CO2-Ausstoß.
Sie sind so groß wie ein Schuhkarton und werden in herkömmliche Schaltschränke eingebaut: Dimmgeräte, die die Helligkeit der Straßenlampen in ganzen Straßenzügen regulieren können. In der Tessenowstraße hat Dirk Rocher, stellvertretender Leiter des städtischen Tiefbauamtes heute gemeinsam mit Ralf Kleinodt, Geschäftsführer der KD Elektroniksysteme GmbH Zerbst eine weitere Anlage in Betrieb genommen.
Bereits im April 2006 hatte das Tiefbauamt im Carl-Krayl-Ring erstmals ein Dimmgerät - als preiswertere Alternative zum Einsatz von LED-Lampen - getestet. Nachdem der Test erfolgreich beendet war, wurden weitere Geräte unterschiedlicher Hersteller installiert. Das Gerät im Karl-Krayl-Ring ist noch immer in Betrieb - und hat inzwischen rund 4.000 Euro Energiekosten eingespart.
Bis 2009 wurden weitere Geräte verschiedener Hersteller mit anderen Dimmverfahren getestet. Am meisten überzeugt haben dabei die Geräte der Firma KD Elektronik aus Sachsen-Anhalt.
An insgesamt 28 Standorten mit ca. 1.000 Leuchten sind derzeit Dimmgeräte installiert. Das entspricht rd. 4% des Bestandes. Ausgestattet sind bisher v.a. der ostelbische Raum, Ottersleben sowie Alt- und Neu-Olvenstedt. Durch den Einsatz dieser Technik reduziert sich der Energiebedarf um rd. 200.000 kWh pro Jahr. Das entspricht einer Kostenersparnis von ca. 36.000 EURO jährlich.
Es bedeutet zugleich eine Reduzierung der CO2-Emmissionen um rd. 100 t pro Jahr. "Der Einsatz dieser Technik ist damit auch ein Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes, zu dem sich Magdeburg verpflichtet hat", erklärt dazu Dirk Rocher, stellvertretender Leiter des städtischen Tiefbauamtes. "Auf dem Weg zu einer energieeffizienten Stadt helfen auch kleine Schritte, unser anspruchsvolles Ziel zu erreichen." Im Rahmen des Projektes "Magdeburg: EnergieEffiziente Stadt - Modellstadt für Erneuerbare Energien (MD-E4)" hat sich die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts verpflichtet, den CO2-Ausstoss pro Kopf bis 2020 um mehr als 2/3 gegenüber 1990 (bzw. rund 25% gegenüber 2007) zu reduzieren.
Der Einsatz von Dimmgeräten für die Straßenbeleuchtung wird deshalb fortgesetzt. Allein 2010/2011 sind an 11 Standorten Dimmgeräte installiert worden. Momentan werden acht weitere Standorte für den Einsatz der Technik vorbereitet. Im Schnitt amortisieren sich die Geräte nach vier bis fünf Jahren.
Und so funktioniert die Technik: Die Elektronik ist in einem schuhkartongroßen Gehäuse verpackt, das in klassische Schaltschränke eingebaut wird - meist als Nachrüstung. Sie kann dann eine größere Zahl von Lampen ("Lichtpunkten") regeln, mitunter einen ganzen Straßenzug.
Die Elektronik kann beliebig programmiert werden, das heißt, es wird ein sog. "Dimmprofil" eingestellt, das standortabhängig und tageweise die Helligkeit der Beleuchtung reguliert: Z.B. kann der Verbrauch zwischen 17 und 22 Uhr um 30% gesenkt werden, dann bis Mitternacht um insgesamt 50 %, von 0 bis 5.00 um insgesamt 67% (Maximalabsenkung). Danach wird der Verbrauch allmählich wieder gesteigert - je nach Bedarf. Auch der unterschiedliche Bedarf an Wochentagen und Wochenenden kann differenziert geregelt werden. Übers Jahr können so die Verbrauchskosten deutlich reduziert werden.
Quelle / Weitere Informationen zum Thema:
http://magdeburg.de
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Artikel vom 14.12.2011 - Weitere Artikel im News - Archiv 12 / 2011
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